Was ist ein Cannabis Social Club?

Ein Cannabis Social Club (CSC) ist ein nichtkommerzieller Verein, in dem Mitglieder gemeinsam Cannabis anbauen und untereinander verteilen, mit dem Ziel einer kontrollierten Versorgung ausserhalb des Schwarzmarkts. Dieses Modell ist in einigen Ländern rechtlich verankert, in der Schweiz jedoch nicht. Quelle: Cannaviva.

Der aktuelle Rechtsstatus in der Schweiz

In der Schweiz sind Cannabis Social Clubs derzeit nicht offiziell rechtlich anerkannt. Grund dafür ist, dass Besitz, Anbau und Konsum von Cannabis mit mehr als 1 % THC ausserhalb der staatlichen Pilotprojekte grundsätzlich verboten bleiben – ein gemeinschaftlicher Anbau durch einen Verein ändert daran nichts. Es existieren derzeit keine offiziell anerkannten Cannabis Social Clubs im Land.

Verwechslungsgefahr mit den Pilotprojekten

Wichtig ist die Abgrenzung zu den städtischen Pilotversuchen in Zürich, Basel, Bern, Lausanne und Genf: Diese Projekte sind staatlich organisierte, wissenschaftlich begleitete Abgabemodelle über Apotheken und lizenzierte Stellen – keine privaten Anbauvereine im Sinne eines klassischen Cannabis Social Clubs, bei dem Mitglieder selbst anbauen.

Aktivistische Gruppen und Modellversuche

In einigen Städten gibt es aktivistische Gruppen und informelle Modellversuche, die sich für eine regulierte Verteilung und die Einführung von Social-Club-Strukturen einsetzen. Diese Initiativen befinden sich jedoch im Diskussionsstadium und verfügen nicht über einen offiziellen rechtlichen Rahmen, wie ihn etwa die staatlichen Pilotprojekte haben.

Fazit

Wer in der Schweiz auf der Suche nach einem legalen Zugang zu Cannabis ist, sollte sich auf die tatsächlich bestehenden Wege verlassen: die staatlichen Pilotprojekte für registrierte Einwohner bestimmter Städte oder den medizinischen Weg über ein ärztliches Rezept. Ein privater Cannabis Social Club nach ausländischem Vorbild bietet in der Schweiz aktuell keine rechtliche Absicherung.