Was sind die Pilotversuche?

Seit August 2022 erlauben städtische «Pilotversuche» in Zürich, Basel, Bern, Lausanne und Genf vorab registrierten erwachsenen Einwohnern den Kauf von kontrolliert produziertem, qualitätsgesichertem Cannabis in lizenzierten Apotheken, Fachgeschäften oder über Vereine. Die Projekte laufen unter wissenschaftlicher Begleitung und der Aufsicht des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Ziel ist es, Erkenntnisse über die Auswirkungen eines regulierten Zugangs zu sammeln, bevor über eine landesweite Regelung entschieden wird. Quelle: Forbes.

Wer darf teilnehmen?

Die Teilnahme ist ausschliesslich volljährigen Personen mit Wohnsitz in der jeweiligen Stadt vorbehalten, die sich vorab registrieren. Touristinnen, Geschäftsreisende oder Personen ohne festen Wohnsitz in der Projektstadt sind ausgeschlossen. Insgesamt nehmen aktuell rund 7.000 Personen an den verschiedenen Pilotprojekten teil.

Mengenbegrenzung und Ablauf

Der Bezug ist typischerweise auf rund 10 Gramm THC pro Monat begrenzt. Die Abgabemenge wird dokumentiert, das Produkt ist rückverfolgbar und stammt aus kontrolliertem Anbau. In Zürich wurde die Teilnehmerzahl im Juli 2025 von 2.100 auf 3.000 Plätze erhöht – ein Hinweis auf die wachsende Nachfrage und die Bereitschaft der Behörden, die Projekte auszubauen. Quelle: Business of Cannabis.

Warum nur einzelne Städte?

Die Pilotprojekte sind bewusst regional und mengenmässig begrenzt angelegt, weil es sich um wissenschaftliche Studien und nicht um eine generelle Marktöffnung handelt. Jede Stadt organisiert ihr Projekt eigenständig, meist in Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten, Apotheken und Suchtfachstellen.

Was die Projekte nicht sind

Die Pilotprojekte sind keine Cannabis-Läden im Sinne eines freien Marktes und auch keine Cannabis Social Clubs, in denen Mitglieder selbst anbauen. Es handelt sich um staatlich beaufsichtigte, wissenschaftlich ausgewertete Abgabemodelle mit engem Teilnehmerkreis. Wer nicht in einer der beteiligten Städte registriert ist, hat über dieses Modell keinen legalen Zugang zu Freizeitcannabis.

Ausblick

Erste Auswertungen deuten laut Berichterstattung auf einen Trend zu risikoärmerem Konsumverhalten unter den Teilnehmenden hin. Ein konkreter Zeitplan für eine landesweite Legalisierung besteht jedoch weiterhin nicht. Quelle: Cannabis Health News.